Claudia Baiardi

Orgel- und Kulturreisen

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„Kultur – Land & Leute – Geselligkeit“
Die seit einigen Jahren zusammen mit der kath. Pfarrei Allerheiligen/Zürich organisierten Orgel- und Kulturreisen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Ziel ist es, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen für den Reichtum und die Vielfalt des europäischen Orgelkulturerbes zu sensibilisieren und dieses gleichzeitig im Kontext ihres jeweiligen regionalen Umfelds erlebbar zu machen. Unser Reisekonzept richtet sich bewusst an jedermann, man muss kein „Orgelexperte“ sein! Die fachliche und musikalische Leitung liegt jeweils in den Händen des Organologen und Orgelbauers Bernhardt Edskes und des niederländischen Konzertorganisten und Kirchenmusikers Sietze de Vries, der es mit seiner Improvisationskunst wie kaum ein zweiter versteht, die Individualität jedes einzelnen Instruments exemplarisch zum Ausdruck zu bringen.

2019: Normandie
An der Schnittstelle zwischen französischen, englischen und niederländisch-flan­dri­schen Einflüssen bildet die Normandie eine einzigartige Kultur- und Orgellandschaft von europäischem Rang. Ihren Namen verdankt sie den nordeuropäischen Wikingern, die das Land im neunten Jahrhundert in Besitz nahmen und von hier aus im Jahre 1066 unter Wilhelm dem Eroberer auch England unter ihre Herrschaft brachten. Hiervon berichtet anschaulich der Teppich von Bayeux (UNESCO-Welt­kultur­erbe) aus dem 11. Jahrhundert. Von einer reichen Vergangenheit zeugen nicht nur malerische Fachwerkbauten, sondern auch der prächtige Flamboyantstil vieler Kirchen.

Zudem beherbergt die Normandie einen in Frankreich einzigartigen Schatz historischer Orgeln aus dem 17.-19. Jahrhundert. Dabei reicht das Spektrum vom erlesenen „cabinet d’orgue“ (um 1750, vormals im Schloss von Versailles) aus dem Besitz der französischen Königin Maria Leszczyńska über repräsentative Stadt- und Klosterorgeln des Barock (u.a. St Martin de Boscherville 1627, Bolbec 1631, St. Eloi Rouen 1731, Caudebec-en-Caux 1738, Dieppe Saint-Remy 1739) bis hin zur sinfonischen Orgelbaukunst der Spätromantik. In der Normandie hat der wohl bekannteste französische Orgelbauer überhaupt, Aristide Cavaillé-Coll, einige seiner schönsten Werke hinterlassen (u.a. Kathedrale Bayeux 1862, Abtei St. Ouen Rouen 1890).

Ihren Ruf als attraktives Reiseziel verdankt die Normandie auch ihren Landschaften. Schon im 18. Jahrhundert entdeckte die englische Aristokratie die Schönheit der Kreideklippen der Alabasterküste. Später entstanden v.a. an der Côte Fleurie weltbekannte Seebäder wie Deauville/Trouville, die nicht nur die feine Pariser Gesellschaft der Belle Epoque anzogen, sondern auch „Maler des Lichts“ wie Claude Monet zu Meisterwerken inspirierten. Für eine Reise in die Normandie ist das Frühjahr ideal, denn zu dieser Zeit entfalten unzählige Apfelbäume eine zartrosafarbene Blütenpracht.

Termin: Samstag, 27. April 2019 bis Samstag, 4. Mai 2019

Unterkunft: Untergebracht sind wir im historischen Zentrum der normannischen Hauptstadt Rouen, wo uns das Hôtel de Bourgtheroulde alle Annehmlichkeiten des gehobenen Standards (inkl. Brasserie, Bar, beheiztem Schwimmbad, Hammam und Sauna) in entspannter Atmosphäre bietet. Das innen modern gestaltete Haus wurde 2010 eröffnet und ist in einem 1499-1532 erbauten spektakulären Stadtpalast untergebracht, der zu den Hauptsehenswürdigkeiten Rouens zählt. Bemerkenswert ist v.a. der reizvolle Innenhof mit seiner kunsthistorisch bedeutsamen Renaissancedekoration. Ruhig gelegen, sind es dennoch nur wenige Schritte zur vielfältigen Kneipen- und Restaurantszene rund um die Place du Vieux Marché.

Kosten: Fr. 1’650.- (Einzelzimmerzuschlag Fr. 430.-)

Weitere Informationen und Anmeldung (bis 20. Oktober 2018): dirk.trueten@kath-dfs.ch



Beatrice Meier, Organistin Allerheiligen Zürich
Dirk Trüten, Organist Maria Frieden Dübendorf
Bereitgestellt: 27.07.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch