Luis Varandas

Aschermittwoch

Aschermittwoch<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-dfs.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>98</div><div class='bid' style='display:none;'>1932</div><div class='usr' style='display:none;'>63</div>

Gottesdienst zu Aschermittwoch am 14.02.18 um 19.30 Uhr in Fällanden
Luis Varandas,
ASCHE
An allem, was auf der Erde existiert, nagt der Zahn der Zeit. Was entsteht und wächst, zerfällt auch wieder und wird früher oder später zu Staub. Der Gottesdienst an Aschermittwoch erinnert daran: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“
Die Asche, mit der die Gläubigen be-zeichnet werden, ist nur eine andere Form von Staub. Sie entsteht durch Verbrennen der verdorrten Zweige des vorjährigen Palmsonntags. Das Feuer beschleunigt den Prozess des Zerfalls, darum ist Asche ein eindrucksvolles Zei-chen von Vergänglichkeit und Tod.
Weil menschliches Versagen seinen Teil an dieser Todesverfallenheit beiträgt, streuen sich in vielen Religionen Men-schen, die sich einer Schuld bewusst sind, Asche aufs Haupt oder kleiden sich „in Sack und Asche“ als Zeichen der Busse.
Die Liturgie begnügt sich nicht mit die-ser negativen Deutung. Asche steht auch für Wandel und Neubeginn, sie gibt der Erde Nährstoffe für neues Wachstum. Die Aschenausteilung im Gottesdienst geschieht in Form eines Kreuzes, was auf die Überwindung des Todes durch Jesus Christus hinweist. Auf diese frohe, österliche Botschaft soll sich der Christenmensch in der Fastenzeit ausrichten. Darum lautet ein anderer Begleitspruch des Aschenritus: „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium. „

Aus dem Buch: Im Namen … Amen, Liturgie in Stichworten, herausgegeben von Gunda Brüske und Josef-Anton Willa, Paulusverlag.
Bereitgestellt: 12.02.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch