Luis Varandas

Licht

IMG_1053<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-dfs.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>98</div><div class='bid' style='display:none;'>1926</div><div class='usr' style='display:none;'>63</div>

Aus dem Buch: Im Namen … Amen, Liturgie in Stichworten, herausgegeben von Gunda Brüske und Josef-Anton Willa, Paulusverlag.
Luis Varandas,
Alle Kulturen verstehen Licht, vor allem die Sonne, als das Lebenssymbol schlechthin. Für die christliche Deutung ist entscheidend: Das Licht ist nicht selbst die Quelle des Lebens oder gar eine Gottheit. Alles stammt vielmehr von Gott: "Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht" (Gen 1,3).
Nicht die physikalische Realität hat göttliche Qualität, gemeint ist immer der Ursprung: Das Licht der Welt, "das die Heiden erleuchtet" (Lk 2,32), ist Gott, ja der Mensch gewordene Sohn Gottes. Er wird in geosteten Kirchen im Bild der aufgehenden Sonne begrüsst.
In der Weihnachtszeit und am Fest Darstellung des Herrn (2. Februar) feiern wir das Licht, das durch Christus in die Welt kam. Die Christbaumkerzen illustrieren die "lichten" Texte der Liturgie.
Christus bleibt gegenwärtig in seiner Kirche. Daran erinnert das Ewige Licht, Hinweis auf den Ort zur Aufbewahrung der Eucharistie, und jede brennende Kerze in einem Gottesdienst.
Die Begrüssung Christi am Abend durch festliches Entzünden von Kerzen ist am eindrücklichsten ausgestaltet in der Osternacht. Die am Feuer entzündete Osterkerze wird in die dunkle Kirche hin-eingetragen und durch das Exsultet - den feierlichen Ostergesang - gedeutet. Wenn wir dann alle eine Kerze in Händen halten und uns auf unsere Taufe besinnen, soll uns ein Licht aufgehen: Wir sind Kinder des Lichts!
Licht für die Welt sein: gibt es eine vornehmere Berufung?
Bereitgestellt: 01.01.2017     Besuche: 34 Monat 
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